Der ManyPod ist ein Gesprächs-Podcast, der euch die Kämpfe der Migration um die Ohren hauen möchte.
Wir unterhalten uns mit Freund*innen und Genoss*innen aus der Bewegung, der Wissenschaft, Kultur und Politik darüber, wie wir die Verhältnisse zum Tanzen bringen können.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung versammelte am 13. und 14. Juni 2025 in Berlin vielfältige Stimmen der Migrationsgesellschaft zu einem Solidarischen Migrationsgipfel, um gemeinsam über solidarische Alternativen zur rassistischen Abschottungspolitik der Gegenwart zu sprechen.
Rund 50 Vertreter*innen (post)migrantischer, jüdischer, antirassistischer, antikolonialer und aktivistischer Perspektiven traten auf die Bühne des Silent Green in Berlin-Wedding. Sie verlasen persönliche, politische und poetische Statements – verdichtete Stimmen aus verschiedenen Kämpfen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Entrechtung. Gemeinsam formulierten sie eine öffentliche Einladung an die Zivilgesellschaft: für eine solidarische Migrationsgesellschaft, die bereits existiert, aber bedroht ist – und die es gemeinsam zu verteidigen und weiter zu gestalten gilt.
Migration und die darin stattfindenden sozialen, politischen und kulturellen Kämpfe stehen dem Autoritarismus wie nichts Anderes entgegen. Diese Kämpfe gegen Ausbeutung, um menschenwürdiges Wohnen, um Bewegungsfreiheit, um politische Partizipation, gegen Diskriminierung und für eine Gesellschaft, die auf Differenz statt auf Homogenisierung aufbaut, haben diese Gesellschaft seit über hundert Jahren geöffnet und demokratisiert. Das ist der Grund, warum heute der autoritäre Durchmarsch weltweit sich in erster Linie gegen die Realitäten der Migration richtet und Rassismus das bestimmende Narrativ der Rechten ist.
Der Workshop wird anhand eines kursorischen Gang durch die Geschichte der Migration dessen Kämpfe skizzieren und daraus eine Kritik insbesondere auch an den gegenwärtigen autoritären, identitären und orthodoxen Schließungen innerhalb der Linken entwickeln.